Das erste Fünftel der Saison ist absolviert! Oliver Glasner im Gespräch

Das erste Fünftel der Saison ist absolviert! Oliver Glasner im Gespräch

LASK: Oliver, sieben Runden sind bereits gespielt. Der LASK liegt hinter Liefering auf dem zweiten Tabellenplatz. Wie fällt das Resümee rückblickend auf die letzten Wochen aus?

GLASNER: Ich bin mit der sportlichen Situation sehr zufrieden. Wir stehen als Mannschaft gut da und die Leistung ist in den letzten Wochen stetig nach oben gegangen. Außerdem haben sich die jungen Spieler gut entwickelt, wie man am Beispiel Felix Luckeneder und Lukas Grgic sehen kann. Diese Entwicklung hat sich meines Erachtens abgezeichnet, denn wir haben viele junge Spieler mit Qualität im Team.

LASK: In den letzten Wochen präsentierte sich die Mannschaft mit ansprechenden Leistungen. Nebenbei fielen ein paar Spieler Verletzungen zum Opfer. Welche Neuigkeiten gibt es da?

GLASNER: Grundsätzlich ist es so, dass man nahezu immer angeschlagene Spieler hat. Das betrifft ja nicht nur den LASK, sondern die gesamte Fußballwelt. Manuel Kerhe ist auf dem Weg zurück und wir werden die Länderspielpause nützen, um ihn wieder zu integrieren. Pavao Pervan ist voraussichtlich noch drei Wochen ruhig gestellt. Die Personaldecke war mitunter dünn, aber das bessert sich.

LASK: Oliver, du hast bereits angesprochen. Man kann in der Länderspielpause verletzte Spieler wieder ins Training beziehungsweise in die Mannschaft integrieren. Wie kann man sich das Training in einer solchen Pause vorstellen? Arbeiter man in bestimmten Bereichen?

GLASNER: Wir verfolgen immer denselben Trainingsrhythmus. Außerdem können wir in solchen längeren Spielpausen individuelle Aspekte thematisieren und gezielt mit Spielern arbeiten. Das Hauptaugenmerk liegt in den nächsten Tagen auf der fußballerischen Weiterentwicklung, denn wir wollen uns von Tag zu Tag, Woche zu Woche und Monat zu Monat weiterentwickeln.

LASK: Mit vier Siegen am Stück hat man zuletzt ordentlich Punkte geholt. Was zeichnet den LASK aus, sind auch Probleme zu verorten?

GLASNER: Wir haben fast alle Spiele gut gespielt. Gegen Lustenau haben wir gleich in der ersten Partie eine starke Mannschaft als Gegner gehabt. Danach folgte Blau-Weiß, das wir nahezu vollständig dominierten. Auch gegen Liefering haben wir gut gespielt, nur führten vier Aktionen zu vier Gegentreffern. Danach haben wir im Training den Fokus vermehrt auf die Defensive gelegt und die Anzahl der Gegentreffer in den folgenden reduzieren können.

LASK: Zieht man die letzten Spiele in Anbetracht, so wird deutlich, dass beim LASK relativ viele Spieler treffen – wie kann man sich das erklären?

GLASNER: Wir sind heuer insbesondere bei Standards sehr stark. Ich würde auch meinen, dass wir zum Teil effektiver sind, als im letzten Jahr. Wichtig ist, dass die Spieler mit Freude an der Sache sind und voll mitziehen. Die vielen Torschützen sind aber auch den Spielern selbst geschuldet. Wir haben oft sechs Spieler im gegnerischen Strafraum, was aber auch mit Risiko verbunden ist. Aufgrund dieser vielen Spieler im Strafraum ergeben sich dann aussichtsreiche Aktionen.

LASK: Die LASK-Fans bekamen zuletzt nicht nur viele Tore zusehen, sondern auch tolle und unterhaltsame Spiele. Was waren deine persönlichen Highlights in der bisherigen Saison?

GLASNER: Ganz klar das Derby gegen Blau-Weiß nach längerer Zeit. Dazu war es das erste Spiel im renovierten Stadion und auf dem neuen Rasen.

LASK: Da könnte man fast meinen, der Trainer wäre selbst gerne am Feld gestanden?

GLASNER (lacht): Nein, meine Zeit ist vorbei. Nichtsdestotrotz war es ein tolles Spiel, in dem wir lange Zeit eine sehr gute Leistung zeigten und einen tollen Ausgang hatten. Grundsätzlich möchte ich aber betonen, dass jeder Sieg wichtig ist – auch jener gegen Wattens. Siege sind nicht selbstverständlich. Die hohe Kunst in unserem Sport ist eine hohe Konzentration. Die Spieler kommen zum LASK, haben große Ziele, dadurch wird einem aber auch mehr abverlangt. Am Ende geht es aber immer um den Fußball und um erfolgreich zu sein, braucht man Lockerheit und Freude am Spiel. Das ist die Challenge für den ganzen Verein.

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