“Der LASK ist für mich eine Rückkehr nach Hause”


Husein Balic ist einer der Winter-Neuzugänge des LASK.  Balic ist in Steyr aufgewachsen und spielte zwischen 2010 und 2013 in der Linzer Fußballakademie. Im Interview spricht unsere Nummer 14 über seine ersten Wochen beim LASK, seinen Bezug zu Linz und das kommende Spiel gegen den SKN St. Pölten, seinen Ex-Verein.

 

Husein, du bist seit Jänner bei uns und hast gleich zum Frühjahrsauftakt ereignisreiche Wochen erlebt: Ein Cup-Spiel, ein Liga-Spiel und ein UEFA-Europa-League-Spiel. Welches Resümee ziehst du aus deinen ersten Wochen beim LASK?

Husein Balic: Ich bin extrem zufrieden, wie es momentan läuft. Besonders freue ich mich darüber, dass ich mit der hohen Trainingsintensität, die es beim LASK gibt, Schritt halten kann. Und auch die ersten Spiele waren sehr erfolgreich: Wir haben Salzburg in Salzburg geschlagen, sind im Cup weiter gekommen und haben uns mit dem 1:1 gegen Alkmaar eine gute Ausgangslage in der Europa League erarbeitet. Mein Resümee fällt daher sehr positiv aus.

 

Nach dem Cup-Sieg gegen Sturm Graz hast du die Feierlichkeiten im Mannschaftskreis angeleitet – ein Indiz dafür,wie gut du bereits in der Mannschaft integriert bist?

Balic: Durchaus! Es ist mir wirklich leicht gefallen, mich ins Team zu integrieren. Das liegt auch an der Mannschaft, die es mir sehr einfach gemacht hat, meine Rolle zu finden.

 

Du bist in Linz drei Jahre in der Fußball-Akademie gewesen und hast fünf Schuljahre hier verbracht. Welche Erinnerungen hast du an diese Zeit, was verbindest du mit Linz?

Balic: Ich habe meine Teenager-Jahre in Linz verbracht, deshalb war der Wechsel zum LASK für mich wie eine Rückkehr nach Hause. Ich kenne die Stadt nach wie vor sehr gut und als der LASK auf mich zugekommen ist, habe ich nicht lange gezögert. Der Verein ist im Moment auf einem richtig guten Weg und da wollte ich die Chance ergreifen, ein Teil davon zu sein.

 

Du hast gleich im ersten Einsatz, im UNIQA-ÖFB-Cup-Viertelfinale, groß aufgezeigt: Was war das für ein Gefühl, in der Stadt deiner Fußball-Jugend das Entscheidungstor gegen Sturm Graz zu machen? 

Balic: Es war einfach überragend. Jeder Fußballer möchte im ersten Pflichtspiel treffen und so bin auch ich ins Spiel gegangen: Ich wollte unbedingt treffen und gut beim LASK ankommen. Und Gott sei Dank ist das gelungen.

 

Nach drei Jahren in der Fußball-Akademie hast du 2013 schon mit 17 Jahren den Schritt in den Erwachsenenfußball gewagt – und zwar zu Vorwärts Steyr in die Regionalliga –  was hat dich damals zu diesem Schritt bewogen?

Balic: Ich habe mir diese Entscheidung nicht leicht gemacht, die Ausbildung in der Akademie war wirklich sehr gut. Vorwärts Steyr ist damals gerade in die Regionalliga aufgestiegen und das war für mich eine gute Gelegenheit, den Erwachsenenfußball kennenzulernen. Aus der Regionalliga-Zeit sind mir vor allem die Derbys gegen andere Klubs aus Oberösterreich in Erinnerung geblieben. Für meine spätere Entwicklung war diese Zeit sehr wichtig.

 

Sieben Jahre später bist du nun wieder beim LASK gelandet. Was sind die größten Stärken, die du nach Linz mitbringst?

Balic: Die Schnelligkeit ist meine größte Waffe, vor allem dann, wenn wir ins Umschaltspiel kommen. Technisch bin ich, glaube ich, auch nicht so schlecht (lacht) und auch im Abschluss sehe ich meine Stärken. Ich denke, ich passe im Gesamtpaket sehr gut zum Spielstil des LASK.

 

Die Schnelligkeit ist also eine deiner größten Stärken. Ist es dann ein Zufall, dass du vor kurzem Usain Bolt als einen Sportler genannt hast, den du bewunderst? 

Balic: Da gibt es sicherlich einen Zusammenhang. Die Weltrekorde von Bolt habe ich natürlich alle mitbekommen. Und irgendwann habe ich dann begonnen, mich genauer mit seinem Werdegang zu beschäftigen.

 

Werden wir dann von Husein Balic eines Tages die 100 Meter in 9,57 Sekunden sehen?

Balic: Puh – das wird eng. Aber wer weiß, vielleicht geht es sich mit speziellem Sprinttraining aus – das hat dann aber nicht mehr viel mit Fußball zu tun (lacht)

 

Am Sonntag empfängt der LASK den SKN St. Pölten. Du hast dort viereinhalb Jahre gespielt – was bedeutet es für dich, jetzt gegen deine ehemaligen Team-Kollegen anzutreten?

Balic: Gegen den Ex-Verein zu spielen, ist immer ein besonderes Erlebnis. Ich habe natürlich noch viele Freunde in St. Pölten. Aber jetzt bin ich beim LASK und da gibt es nur eines: Hundert Prozent für den Sieg zu geben. Am Platz müssen die Freundschaften für 90 Minuten ruhen.