LASK zu Gast in Niederösterreich


Duell Dritter gegen Zweiter




Drei Tage nach der souveränen Cup-Vorstellung in Altach trifft der LASK am Samstag um 17:00 im nächsten Schlagerspiel auswärts auf den SKN St. Pölten. Zuletzt gelang es den Linzern, die Blau-Gelben aus Niederösterreich auf den dritten Tabellenplatz zurückzudrängen. 

Die St. Pöltner blieben in ihren ersten beiden Auftritten unter dem neuen Trainer Ranko Popovic bislang punktelos. Zuletzt konnten sich die Niederösterreicher, die nach ihrem letzten Platz in der Vorsaison bislang eine bärenstarke Meisterschaft spielen, jedoch unter der Woche im ÖFB-Cup mit 3:2 gegen den SV Lafnitz durchsetzen.

Besonders auffällig ist, dass sich am Samstag die beiden besten Abwehrreihen der Liga gegenüberstehen. Sowohl die Linzer als auch die St. Pöltner erhielten im bisherigen Saisonverlauf zehn Gegentore, was den Liga-Bestwert markiert. U21-Teamkeeper Alexander Schlager behielt dabei bislang sechsmal die „weiße Weste“, sein Gegenüber im Tor der Niederösterreicher, Christoph Riegler, darf sich sogar über sieben „clean sheets“ freuen. Beide Torhüter mussten im bisherigen Saisonverlauf zudem noch keinen einzigen Gegentreffer nach einem Kopfball hinnehmen.

Der LASK verlor nur zwei der ersten zwölf Spiele. Dieses Kunststück gelang den Athletikern zuletzt in der Saison 1983/84 unter Trainer Dolfi Blutsch.

Was den direkten Vergleich auf Bundesliga-Ebene betrifft, schneiden die Athletiker klar besser ab. Die Glasner-Elf gewann vier der bisherigen fünf Bundesliga-Begegnungen mit dem SKN. Ein einziges Duell, nämlich jenes im vergangenen Sommer in der TGW-Arena, endete mit einem Unentschieden.

Weiters trifft am Samstag die drittbeste Heimmannschaft auf das zweitbeste Auswärtsteam. Die Niederösterreicher verloren bislang nur eines ihrer ersten sechs Heimspiele, der LASK lediglich zwei seiner sechs Auswärtspartien.

Ein Wiedersehen gibt es am Samstag mit Rene Gartler, der in der Vorsaison noch für den LASK spielte. Der Torjäger, mit sechs Treffern St. Pöltens gefährlichster Angreifer, erzielte für die Athletiker in 109 Einsätzen 47 Tore. Besonders heiß sind die St. Pöltner Stürmer in der Schlussphase. Alleine in der letzten Viertelstunde konnten die Niederösterreicher 38 Prozent ihrer Treffer verbuchen. Beim LASK hingegen sind die Treffer weitgehend gleichmäßig auf die 90 Minuten verteilt. Einzig in der Anfangsviertelstunde wollte bislang noch kein schwarz-weißes Tor fallen.

Als „St. Pölten-Experten“ gelten in den Reihen der Athletiker vor allem Joao Victor und Peter Michorl. Der Brasilianer konnte sich bereits zweimal gegen die Niederösterreicher in die Torschützenliste eintragen, während Michorl dem SKN bereits zwölfmal als Gegner gegenüberstand.

Der LASK muss für dieses Spiel Gernot Trauner aufgrund einer Sperre vorgeben. Der Kapitän sah gegen Salzburg seine fünfte Gelbe Karte. Weiters fehlen aufgrund von Verletzungen Inpyo Oh und David Bumberger. „Nach dem Aufstieg im Cup wollen wir nun den positiven Lauf in die Liga mitnehmen. Wir werden alles daransetzen, dieses Spiel zu gewinnen!“, sagt Cheftrainer Oliver Glasner vor dem Match.

Geleitet wird das Spiel von Christopher Jäger, der am Samstag sein 412. Spiel als Schiedsrichter anpfeifen wird. 30-mal war er dabei bei einem Spiel des SKN nominiert, 18-mal pfiff der Salzburger bislang den LASK. Er wird an den Linien von Roland Riedel und Dr. Andreas Witschnigg unterstützt. Als Vierter Offizieller ist der Kärntner Thomas Fröhlacher im Einsatz.