Vier VAR-Checks, zwei Tore – LASK remisiert 1:1 in Klagenfurt


Der LASK muss sich in Klagenfurt mit einem 1:1-Remis begnügen. In einer ersten Halbzeit, die durch ganze vier VAR-Checks und dementsprechend lange Unterbrechungen geprägt war, gehen die Gastgeber dank eines Elfmeter-Treffers von Andrew Irving in Führung. Der eingewechselte Ibrahim Mustapha gleicht nach 65 Minuten aus, der Siegtreffer bleibt dem LASK trotz guter Chancen im Finish verwehrt.

Der LASK hatte in Klagenfurt die erste Chance des Spiels: In der zweiten Minute konnte ein Sololauf von René Renner nur mit einem Foul gestoppt werden, Robert Zulj setzte den fälligen Freistoß aus knapp 20 Metern knapp links neben das Tor. Aufseiten Klagenfurts setzte Rico Benatelli einen Distanzschuss deutlich übers Tor (5.), Vesel Demakus Abschluss aus aussichtsreicher Position wurde von Felix Luckeneder heroisch abgeblockt (7.).

Ab der 17. Minute stand mehrfach das Schiedsrichter-Team im Fokus: Zunächst wurde Filip Stojkovic bei einer Cvetko-Flanke an der Hand getroffen. Sowohl in dieser Situation als auch bei einem Handspiel von Kosmas Gkezos (23.) entschied Schiedsrichter Alain Sadikovski nach On-Field-Review auf „Kein Strafstoß“.

Nur Sekunden darauf ging Nicolas Wimmer nach einem Luftduell mit Philipp Ziereis im Linzer Strafraum zu Boden, diesmal zeigte der Unparteiische auf den Punkt und blieb auch nach VAR-Intervention – diesmal ohne On-Field-Review – bei seiner Entscheidung. Andrew Irving versenkte den folgenden Elfmeter unhaltbar links oben (25.). Zwei Minuten später gab’s Elfmeter-Alarm auf der Gegenseite, Kosmas Gkezos war aus- und in Keito Nakamura hineingerutscht. Erneut meldete sich der VAR, abermals verzichtete der Spielleiter auf eine Nachbetrachtung der Szene: Kein Strafstoß.

Nach den vier VAR-Checks entwickelte sich eine zerfahrene Partie, der LASK kam vor dem Seitenwechsel noch zwei Mal vor das SKA-Gehäuse: Philipp Ziereis köpfte eine Freistoß-Flanke von Peter Michorl knapp am Tor vorbei (37.), ein Stanglpass von Moses Usor wurde im letzten Moment noch abgeblockt und schließlich von Austria-Keeper Menzel aus der Luft gepflückt (39.).

 

Joker Mustapha gleicht aus

Der LASK übernahm im zweiten Durchgang die Spielkontrolle und feuerte in der 53. Minute in Person von Keito Nakamura den ersten Warnschuss ab. Der Japaner schloss aus äußerst spitzem Winkel ab, Phillip Menzel klärte zur Ecke. Eine Minute später landete ein Michorl-Freistoß bei Robert Zulj, der mit seiner Volley-Abnahme die Latte traf. Nach einer Stunde kam Mittelstürmer Ibrahim Mustapha ins Spiel – und der Joker stach: Felix Luckeneder köpfte einen Michorl-Eckball scharf aufs Tor, Menzel parierte auf der Linie, doch Ibrahim Mustapha bewies einen guten Torriecher und staubte ab – 1:1 (65.).

Die Gastgeber antworteten mit einem Volley-Distanzschuss von Rico Benatelli – Alexander Schlager entschärfte den Versuch mit einer sehenswerten Flugparade (67.). Der LASK biss sich in den Folgeminuten Mal um Mal die Zähne am Kärntner Abwehrbollwerk aus, kam in den Schlussminuten aber doch noch zu Chancen.

Zunächst tauchte Florian Flecker zwei Mal gefährlich vor dem Tor auf: In der 86. Minute ließ er seinen Gegenspieler mit einem Haken aussteigen und zog von der Strafraumgrenze ab, konnte SKA-Kapitän Menzel aber nicht überwinden. Eine Minute später entwischte er seinem Bewacher erneut und versuchte es aus spitzem Winkel – knapp vorbei. Die Riesenchance auf den Siegtreffer hatte Philipp Ziereis in der 89. Minute: Felix Luckeneder legte mit guter Übersicht im Strafraum quer, sein Innenverteidiger-Kollege traf die Innenstange, von der der Ball zurück ins Feld sprang.

Mit der letzten Aktion der Partie verwies der Unparteiische LASK-Zehner Robert Zulj nach einem Zweikampf mit Gelb-Rot des Feldes, Zulj hatte in der 24. Minute bereits Gelb gesehen.

 

So spielte der LASK:  Schlager – Stojkovic, Ziereis, Luckeneder, Renner –  Michorl (68. Jovicic), Horvath – Usor (59. Flecker), Zulj, Nakamura (88. Goiginger) – Ljubicic (59. Mustapha)

Tore: Irving (25.); Mustapha (65.)
Gelb: Wimmer (77.); Zulj (24.), Stojkovic (41.)
Gelb-Rot: Zulj (90+3.)

Cheftrainer Didi Kühbauer zum Spiel:

„Es war ein skurriles Spiel, aufgrund der permanenten Unterbrechungen wurde in der ersten Halbzeit ja kaum Fußball gespielt. Aufgrund eines sehr harten Elfmeters sind wir in Rückstand geraten, offensiv fehlte uns wie vor einer Woche die Präzision beim letzten Ball. Nach der Pause haben wir noch klar dominiert und uns mit dem hochverdienten Ausgleich belohnt. Im Finish hatten wir noch die Riesenchance zum Sieg, diesmal wollte der Ball aber nicht rein.“

 

Zusammenfassung: