Starker Auftritt in Lissabon blieb unbelohnt


Der LASK unterliegt Sporting Lissabon trotz starker Leistung mit 1:2. Die Athletiker gingen nach einem Raguz-Treffer mit einer 1:0-Führung in die Halbzeit, im zweiten Abschnitt schlugen die Portugiesen quasi aus dem Nichts eiskalt zu.

Die Begegnung begann prompt mit einem Paukenschlag. Thomas Goiginger tankte sich unmittelbar nach dem Anstoß gegen mehrere Gegenspieler durch, um Dominik Frieser zu bedienen. Der LASK-Stürmer schloss ohne zu zögern von der Strafraumgrenze ab, Sporting-Keeper Ribeiro war jedoch mit einer Fußabwehr zur Stelle. Auch bei Friesers Nachschuss blieb die Nummer eins der Gastgeber Sieger.

In der zwölften Minute sorgten die Linzer erneut für Gefahr. Dominik Frieser konnte im Strafraum in letzter Sekunde von der Sporting-Defensive gestoppt werden, woraufhin das Spielgerät zu Peter Michorl gelangte. Der Mittelfeldmotor zog aus knapp 20 Metern ab, sein abgefälschter Schuss verfehlte das Ziel nur knapp.

Vier Minuten später war es dann aber soweit. Nach einem Ballverlust von Sportings Defensivabteilung landete das Spielgerät bei Marko Raguz, der von rechts in den Strafraum eintauchte und mit einem platzierten Schuss in die rechte Ecke zum 0:1 vollstreckte. Die Athletiker gaben sich damit jedoch nicht zufrieden und setzten den Gegner weiter unter Druck. So strich nach 21 Minuten ein Abschluss von Thomas Goiginger nur knapp am linken Pfosten vorbei. Die Schwarz-Weißen hatten das Spiel auch in der Folge fest im Griff und ließen in diesem Sinne Sporting weiterhin auf die erste richtig gefährliche Aktion warten.

Sporting drehte das Spiel

Auch nach Wiederbeginn agierte die Ismaël-Elf diszipliniert und mutig. In der 50. Minute bediente Dominik Frieser Thomas Goiginger, der im Strafraum stehend knapp die rechte Torstange verfehlte. Nur sechs Minuten später schrammten die Gäste erneut knapp am zweiten Tor des Abends vorbei. Thomas Goiginger rutschte in eine Frieser-Hereingabe von der linken Seite, der Ball landete dabei am Außennetz.

In der 58. Minute gelang den Hausherren dann wie aus dem Nichts der Ausgleich. Nach einem Eckball von der rechten Seite schaltete in der Mitte Luiz Phellype am schnellsten und köpfte zum 1:1 in die Maschen. Drei Minuten später reagierte der LASK mit einer weiteren guten Möglichkeit. Reinhold Ranftl flankte von rechts auf den eingewechselten Joao Klauss, der per Kopf nur knapp das lange Eck verfehlte.

Drei Minuten nach der Stundenmarke durften aber erneut eiskalte Portugiesen jubeln. Bruno Fernandes setzte sich über halbrechts durch und traf via linkem Innenpfosten zum 2:1. In der 69. Minute wurde es wieder auf der anderen Seite gefährlich. Joao Klauss kam nach einer schönen Aktion über die rechte Seite aus kurzer Distanz zum Abschluss, Ribeiro war jedoch auf dem Posten.

In der 78. Minute schrammte der LASK knapp am Ausgleich vorbei. Gernot Trauner spielte auf Thomas Goiginger, der aus der Distanz abzog und Sportings Keeper Ribeiro dabei zu einer Glanzparade zwang. In Minute 85 fanden die Linzer eine weitere Möglichkeit vor. René Renner flankte auf Joao Klauss, der per Kopf das Ziel verfehlte. Die Athletiker warfen in der Schlussphase noch einmal alles nach vorne, wurden jedoch bei Möglichkeiten von James Holland und Gernot Trauner nicht belohnt.

LASK-Cheftrainer Valérien Ismaël zum Spiel:

„Von meiner Seite ein Kompliment an die Mannschaft. Ich glaube, dass wir heute ein richtig gutes Spiel gesehen haben. Heute Abend ist man natürlich enttäuscht, aber morgen geht es weiter. Wir müssen das analysieren und nochmal konsequenter in der Box sein sowie mit Wut im Bauch in das nächste Spiel gehen. Das ist die beste Einstellung. Ich bin enttäuscht, dass wir nicht gewonnen haben, zumal es verdient gewesen wäre. Aber die Leistung hat gestimmt. Bei mir zählt immer das Leistungsprinzip.“