
30.1.2026
Fulminante Aufholjagd! LASK steht im Halbfinale
Ein Cup-Thriller zum Reinstarten: Das Auftaktmatch im Kalenderjahr 2026 hätte die Nerven kaum mehr strapazieren können. Nach einem frühen 0:2-Rückstand im Derby gegen den FC Blau-Weiß Linz blies der LASK zur Aufholjagd und zog mit einem 3:2-Sieg ins Halbfinale des UNIQA ÖFB-Cups ein. Sasa Kalajdzic (35.), George Bello (57.) und Joker Moses Usor (83.) schossen die Athletiker vor 17.498 Fans in der Raiffeisen Arena zum dritten Saisonerfolg über den Stadtrivalen.
Das erste Pflichtspielmatch des Jahres begann mit einer eiskalten Dusche für den LASK. Nicht einmal zwei Minuten waren gespielt, als die Blau-Weißen über deren linke Angriffsseite vorstießen, den Flankenball konnten die Athletiker nur kurz klären, während Isak Dahlqvist mit einem perfekten Volley ins linke obere Eck zum 0:1 traf. Der LASK schien die Winterpause in der Anfangsphase noch nicht überwunden zu haben, die Gäste agierten wesentlich giftiger und stellten die Schwarz-Weißen so vor Probleme. Noch dicker kam es in Minute 18, wieder ein Vorstoß des Stadtrivalen, nach einer Hereingabe von rechts war Shon Weissman zur Stelle – 0:2.
Von der heimischen Offensive war bis dahin wenig zu sehen, einzig Samuel Adeniran tankte sich einmal durch, scheiterte aber an BW-Keeper Nico Mantl (7.). Nach einer knappen halben Stunde fanden die Hausherren schließlich etwas besser ins Spiel und versuchten, den gegnerischen Abwehrblock zu beschäftigen. Das gelang in Minute 35: George Bellos Zuspiel landete vor den Füßen von Sasa Kalajdzic, der aus rund 20 Metern abzog und den Ball unhaltbar ins rechte Eck schleuderte – der erste Pflichtspieltreffer des Angreifers für den LASK fiel in die Kategorie besonders sehenswert! Beinahe hätten die Athletiker sogar ein Remis mit in die Kabine genommen, Adeniran verfehlte nach Kalajdzic-Zuspiel jedoch aus kurzer Distanz das Tor (40.).
LASK dreht Spiel dank Traumvorlage und Jokertor
Die Pausenansprache von Trainer Didi Kühbauer dürfte gefruchtet haben, denn in Hälfte zwei bot sich von Beginn an ein völlig anderes Bild. Nun spielte nur noch der LASK, der das Energielevel gehörig in die Höhe schraubte, die Zweikämpfe für sich entschied und darüber hinaus auch spielerisch wieder zu gefallen wusste. Adeniran und Kasper Jörgensen vergaben die ersten beiden Möglichkeiten noch, in Minute 57 bebte die bestens gefüllte Raiffeisen Arena: Kalajdzic spitzelte das Leder weiter auf Sascha Horvath, der den mitgelaufenen Bello erblickte. Der US-Amerikaner schob sicher ins lange Eck zum 2:2 ein!
Der LASK blieb in der Folge am Drücker, nahm den Schwung mit und drängte auf den Führungstreffer. Eine artistische Vorlage von Kalajdzic leitete Krystof Danek auf Adeniran weiter, dessen Kopfball Mantl parierte (61.). Vier Minuten später trat der Angreifer erneut in Erscheinung, indem er einen Versuch knapp übers Tor jagte. Für die Schlussviertelstunde brachte Kühbauer mit Moses Usor und Lukas Kacavenda zwei frische Kräfte, Zweiterer hatte kurze Zeit später die erstmalige Führung am Fuß, traf den Ball jedoch unsauber (80.). Anders Joker-Kollege Usor: Mit einem Geniestreich bediente Kalajdzic seinen neuen Sturmpartner, nach einem überragenden Außenrist-Zuspiel in die Tiefe umkurvte der Nigerianer Goalie Mantl und schob mit rechts zum 3:2 ein – die Raiffeisen Arena glich nun endgültig einem Tollhaus! Die letzten Minuten brachten die Schwarz-Weißen sicher über die Zeit und zogen zum sechsten Mal in den vergangenen acht Jahren ins Halbfinale ein!
LASK – FC Blau-Weiß Linz 3:2 (1:2)
Raiffeisen Arena, 17.498, SR Stefan Ebner
Tore: 0:1 Dahlqvist (2.), 0:2 Weissman (18.), 1:2 Kalajdzic (35.), 2:2 Bello (57.), 3:2 Usor (83.)
Gelbe Karten: Cisse, Kalajdzic; Fofana
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Das war heute ein Cup-Krimi, wir haben es lange spannend gemacht, aber der Sieg war am Ende verdient. In der ersten Hälfte waren wir bis zum 0:2 nicht existent und zu leichtfertig in vielen Aktionen. Mit Fortdauer des Spiels und dem Anschlusstreffer haben wir gewusst, dass wir zurückkommen können. In der zweiten Halbzeit haben wir dann eine einwandfreie Leistung aufs Feld gebracht.
Didi Kühbauer, Cheftrainer
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