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18.3.2026

Klagenfurt, wir kommen!

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„Finale, oho, Finale, oho“, hallte es nach Schlusspfiff durch den rappelvollen Gästesektor: In einem hochemotionalen Cup-Krimi behielt der LASK gegen die SV Ried mit 2:1 nach Verlängerung die Oberhand. Für das Goldtor auf dem Weg ins Endspiel nach Klagenfurt sorgte Lukas Kacavenda in der 108. Spielminute.

Im Vergleich zum Meistergruppen-Auftakt gegen Hartberg veränderte Trainer Didi Kühbauer die LASK-Elf an zwei Positionen, Joao Tornich rückte anstelle von Keba Cisse in die Mannschaft und Kapitän Sascha Horvath kehrte ebenfalls in die Anfangsformation zurück. Die ersten Offensivaktionen gehörten den Riedern, die wie erwartet vor allem über Standardsituationen Gefahr erzeugen wollten. Ein abgefälschter Havenaar-Kopfball landete über dem Tor (5.), ein Bajic-Schuss ebenso (18.). Gegen einen Rasner-Versuch hatte LASK-Goalie Lukas Jungwirth gute Argumente einzuwenden, auch im Eins-gegen-Eins gegen Antonio Van Wyk blieb der Keeper Sieger.

Die erste Hälfte war – wenig überraschend – geprägt von vielen Zweikämpfen, langen sowie ruhenden Bällen. Einen Großteil der weiten Einwürfe und Corner verteidigten die Linzer in der eigenen Box gut weg, Schwierigkeiten offenbarten sich dagegen bei zweiten Bällen und zum Teil in der Rückraumverteidigung. Dennoch fanden die Athletiker auf der anderen Seite zwei Topchancen auf den Führungstreffer vor. Sasa Kalajdzic verlängerte auf Sturmpartner Samuel Adeniran, dem bei seinem Abschluss an die Stange nur Millimeter fehlten (28.). Kurz darauf tauchte Kalajdzic frei vor Goalie Andreas Leitner auf, scheiterte aber am Rieder Schlussmann (30.).

Goldtor in der Verlängerung

Mit einer emotionalen Achterbahnfahrt begann die zweite Spielhälfte: 50. Minute, einer der unzähligen Corner für die Innviertler, der zweite Ball sprang einmal mehr einem Rieder vor die Beine und Fabian Rossdorfer schoss zur Führung für die Hausherren ein. Doch nicht einmal eine Minute später schlug der LASK zurück: Langer Ball auf Kalajdzic, der verlängerte abermals Richtung Adeniran. Der US-Amerikaner stürmte auf das gegnerische Tor zu, behielt die Nerven und schob zum postwendenden 1:1 ein!

Der Treffer vermochte den Schwarz-Weißen zunächst jedoch keine Sicherheit zu verleihen. Es gelang nicht, Kontrolle über das Spielgeschehen zu erlangen, es fehlten die notwendigen Ballbesitzphasen, um den Riedern den Wind aus den Segeln zu nehmen. So mussten die Linzer weiterhin eine Vielzahl an Standardsituationen wegverteidigen, bei einem Sollbauer-Kopfball an die Latte half das Glück (69.). Eine hauchdünne Abseitsentscheidung verhinderte indes in der Schlussphase das vermeintliche 1:2 aus Sicht der Athletiker, das der Video-Schiedsrichter in Minute 89 zurücknahm.

Die Verlängerung war an Spannung nicht zu überbieten, die Nervenstärke sollte in diesem hochemotionalen Krimi nun endgültig zum entscheidenden Faktor werden. Ebenso wie das goldene Händchen von Didi Kühbauer: In Minute 103 brachte der LASK-Coach Lukas Kacavenda ins Spiel. Fünf Minuten später die entscheidende Szene: Flanke Usor, Kopfball Kacavenda – 2:1 für den LASK, gleichbedeutend mit dem Endstand – das Tor nach Klagenfurt war geöffnet!

SV Ried – LASK 1:2 n.V. (1:1, 1:1, 0:0)
BWT Oberösterreichische Arena, 7.336 (ausverkauft), SR Sebastian Gishamer
Tore:
1:0 Rossdorfer (50.), 1:1 Adeniran (51.), 1:2 Kacavenda (108.)
Gelbe Karten:
Rasner, Van Wyk, Kiedl; Usor, Adeniran, Bello

Aufstellung LASK: Jungwirth – Mbuyamba, Tornich, Andrade – Bogarde – Jörgensen (91. Flecker), Lang (61. Usor/120. Cisse), Horvath (K/103. Kacavenda), Bello – Adeniran, Kalajdzic

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