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21.5.2026

Das sind unsere 26er-Legenden

Manfred Pichler, Gerhard Sturmberger, Dolfi Blutsch, Chico oder Helmut Köglberger - sie alle sind Teil der legendären 65er-Helden des LASK. Seit Sonntag hat das Double-Team von einst Gesellschaft bekommen. Das sind die neuen 26er-Legenden:

TOR

Lukas Jungwirth: Als einziger LASK-Profi stand Lukas Jungwirth in sämtlichen 38 Pflichtspielen auf dem Rasen und absolvierte die vollen 3480 Einsatzminuten. Der 22-jährige Eigenbauspieler erwies sich in seiner ersten Saison als Nummer eins als sicherer Rückhalt, auf den stets Verlass war. In der Liga hielt der Wartberger neunmal die Null fest. Als waschechter Oberösterreicher und dank seiner sympathischen Art längst von den Fans gefeiert. 38 Einsätze

Tobias Schützenauer: Zwar ohne Einsatz, aber dennoch ein wichtiger Mosaikstein auf dem Weg zum Double. Der 29-jährige Routinier fungierte als Mentor für Lukas Jungwirth und seine Torhüter-Kollegen sowie als unermüdlicher und emotionaler Antreiber in der Kabine. Meisterlich: Seine Ansprachen nach jedem Sieg und auf der Bühne der Meisterparty. 

Lukas Jungwirth erwies sich in seiner ersten Saison als Nummer eins als sicherer Rückhalt.

ABWEHR

George Bello: Von der linken Schiene nicht wegzudenken. Mit seiner Dynamik, seinem Fleiß und seinem Offensivdrang war der US-Amerikaner stets ein belebendes Element für das LASK-Spiel. Avancierte mit seinem Treffer zum 3:2 zum Matchwinner im Cup-Finale gegen Altach. 33 Einsätze, 3 Tore, 5 Assists

Xavier Mbuyamba: Der Wintertransfer fügte sich sogleich perfekt in die Mannschaft ein und war immer da, wenn er in der Dreierabwehrkette gebraucht wurde. Mit seiner Größe und seiner Kopfballstärke enorm wichtig für die Defensive, aber auch ein ständiger Gefahrenherd in der Offensive. Traf zur Führung in Hartberg und in der letzten Runde gegen die Austria, unvergessen bleibt freilich der 3:2-Siegtreffer in der 95. Minute in Salzburg. 17 Einsätze, 3 Tore

Andres Andrade: Schnelligkeit, Zweikampfstärke, Technik, Spielintelligenz, Offensivpower - der Panamaer vereint alles, was einen guten Verteidiger auszeichnet. Erzielte beim legendären 3:3 gegen Hartberg den Ausgleich in letzter Minute. Übernahm als Vize-Kapitän Verantwortung, 1645 gespielte Pässe bedeuten ebenso Bestwert beim LASK, wie 816 Zuspiele in die oder in der gegnerische(n) Hälfte. 2273 Ballaktionen sind sogar Liga-Höchstwert. 36 Einsätze, 3 Tore, 3 Assists

Kasper Jörgensen: Der Däne erwies sich rasch als echter Volltreffer und beackerte Woche für Woche die rechte Seite der Athletiker. Als einziger Feldspieler verpasste der 26-Jährige kein Pflichtspiel, noch beachtlicher lesen sich seine Scorerwerte: Sieben Tore und sechs Assists steuerte der Skandinavier in der abgelaufenen Saison bei. 38 Einsätze, 7 Tore, 6 Assists

Florian Flecker: Erfüllte seine Rolle vorbildhaft. Der 30-jährige Publikumsliebling brachte zuverlässig seine Leistung und half mehrfach mit, einen Vorsprung in der Schlussphase zu verteidigen. Auch für die Kabine enorm wichtig. 26 Einsätze

Emmanuel Michael: Nach seinem Bundesliga-Debüt im Februar 2025 gegen den GAK brachte es das 19-jährige Talent in dieser Saison auf neun Einsätze, darunter gegen Hartberg, den GAK sowie im Cup gegen Stripfing von Beginn an. Dabei bewies er, durchaus eine Zukunftsaktie sein zu können. 9 Einsätze, 1 Assist

Joao Tornich: Ein weiterer Toptransfer, der die Defensive der Linzer als zentraler Mann bestens zusammenhielt. Sowohl am Boden als auch in der Luft war der 1,94-Meter-Hüne eine Macht. Der Lohn: Vor dem Saisonfinale zog der LASK die Kaufoption für die Portimonense-Leihgabe und stattete den Brasilianer mit dem Rufnamen „Alemao“ mit einem Vertrag bis 2029 aus. 29 Einsätze, 1 Tor, 1 Assist 

Modou Keba Cisse: Kaum zu glauben, dass der 20-jährige Innenverteidiger erst seine erste volle Saison bei den LASK-Profis bestritt, wirkte er doch abgebrüht, wie ein alter Hase. Neben seinen Defensivqualitäten steuerte Cisse auch zwei wichtige Treffer in der Meistergruppe gegen Austria Wien und RB Salzburg bei. Weist mit 62,4 Prozent die beste Zweikampfquote im LASK-Team auf, ehe er sich, wie schon im Vorjahr fixiert, im Sommer Aston Villa anschließt. 30 Einsätze, 3 Tore, 3 Assists

Cheikne Kebe: Dem Youngster mit der höchsten Rückennummer des Teams war es vorbehalten, als Erster die Meisterbühne in Wien zu betreten. Flog nicht nur im Winter mit ins Trainingslager nach Belek, sondern feierte auch im Frühjahr beim 1:1 in Graz gegen Sturm sein Profi-Debüt. Es folgten zwei weitere Kurzeinsätze für den 20-jährigen Abwehrspieler. 3 Einsätze

Andres Andrade ging nicht nur beim Feiern, sondern vor allem auf dem Rasen als Vize-Kapitän und Leistungsträger voran.

MITTELFELD

Ismaila Coulibaly: Eine Kampfgelse im zentralen Mittelfeld und ein Mentalitätsspieler, der immer sein Bestes gab. Nahm auch während der Meistergruppe eine wichtige Rolle ein, als Melayro Bogarde als Wingback George Bello auf der linken Seite vertrat. 24 Einsätze, 1 Assist

Art Smakaj: Die Saison dauerte für den defensiven Mittelfeldspieler lediglich bis September, als er sich beim 0:1 in Altach das Kreuzband riss. Unterstützte die Mannschaft mit seiner kollegialen Art aber auch während seines Rehaprozesses, der voll nach Plan lief. Bereits im Laufe der Frühjahrssaison kehrte der 23-Jährige wieder Schritt für Schritt in den Trainingsbetrieb zurück. 8 Einsätze, 1 Tor

Melayro Bogarde: Einer der größten Aufsteiger seit der Rückkehr von Didi Kühbauer. Neben seinen überragenden technischen Qualitäten und kreativen Lösungen entwickelte sich der Niederländer auch zu einem Abräumer im zentralen Mittelfeld, der für zahlreiche Ballgewinne verantwortlich zeichnete. Weist mit 70 versuchten Tacklings die meisten aller LASK-Profis auf. Das letzte Saisontor der Athletiker beim 3:0 gegen die Austria ging ebenfalls auf das Konto des 23-Jährigen. 34 Einsätze, 1 Tor, 5 Assists

Krystof Danek: Der Offensivakteur rechtfertigte seine neuerliche Leihe von Sparta Prag voll und ganz, bestach unter anderem durch seine Technik, seinen Fleiß und seine Konstanz. Untermauerte mit seinen Leistungen Woche für Woche seine Wichtigkeit und feierte im Herbst sogar sein Debüt in der tschechischen Nationalmannschaft. 28 Einsätze, 2 Tore, 3 Assists

Adetunji Adeshina: Hatte große Konkurrenz in der Mittelfeldzentrale vor sich und kam daher über zwei Kurzeinsätze nicht hinaus. Sein LASK-Debüt war dennoch bemerkenswert: 13 Minuten vor Schluss eingewechselt, erlebte der 21-Jährige ein historisches Comeback hautnah mit. Als erstes Bundesliga-Team der Geschichte egalisierten die Linzer beim 3:3 gegen Hartberg einen bis zur 89. Minute währenden 0:3-Rückstand. 2 Einsätze 

Christoph Lang: War in seiner Rolle fast immer ein belebendes Element, der auch als Joker für wichtigen Impact sorgen konnte. Der 24-Jährige brachte die Mannschaft unter anderem im ersten Heim-Derby gegen Blau-Weiß Linz auf die Siegerstraße und steuerte insgesamt sechs Pflichtspieltreffer bei. Seine erfrischende Art und sein Humor kamen auch in der Kabine gut an. 32 Einsätze, 6 Tore, 3 Assists

Sascha Horvath: Kapitän, Anführer und Leistungsträger, der am und neben dem Platz stets voranging. Der Jung-Papa lief unter Trainer Didi Kühbauer zur absoluten Höchstform auf, agierte als unermüdlicher Antreiber im Mittelfeld, als Ideengeber und stets anspielbare Schaltzentrale. Ein Sinnbild für seine Saison: Der Turbosprint beim 1:0-Führungstreffer in Graz gegen Sturm, als er seinem Gegenspieler enteilte und Teamkollege Moses Usor mustergültig bediente. 35 Einsätze, 2 Tore, 7 Assists

Lukas Kacavenda: War maßgeblich an einem der wichtigsten Tore der LASK-Saison beteiligt, als er im Cup-Halbfinale gegen die SV Ried in der Verlängerung den Ball via Gegenspieler ins Netz beförderte, womit die Athletiker ins Endspiel einzogen. Der 23-jährige Leihspieler von Dinamo Zagreb ließ immer wieder seine fußballerische Klasse aufblitzen. 18 Einsätze, 1 Tor, 2 Assists

Als Nachfolger des 65er-Kapitäns Rudolf Sabetzer stemmte Mittelfeldmotor und Schaltzentrale Sascha Horvath die Meisterschale in die Höhe.

ANGRIFF

Samuel Adeniran: Steht sinnbildlich für die Mentalität der Mannschaft. Mit seiner Wucht, seiner Physis und seiner Geschwindigkeit sorgte er beinahe in jeder gegnerischen Defensive für Unruhe. Feuerte mit 33 Schüssen aufs Tor die meisten aller LASK-Spieler ab, 139 Ballaktionen in der gegnerischen Box bedeuten sogar Ligahöchstwert. Der US-Amerikaner war auch ein Mann für die wichtigen Tore: Siehe im Cup gegen Ried und Altach, siehe in der Liga in den letzten drei Runden gegen Rapid, Salzburg und die Austria. Ahnte schon im Herbst, dass heuer Großes möglich sein würde. 35 Einsätze, 15 Tore, 5 Assists

Moses Usor: Seine vierte Saison beim LASK erwies sich als die mit Abstand beste. Bereits zuvor schon als dribbelstarker, quirliger Wirbelwind bekannt, mutierte der Nigerianer nun in neuer Rolle im Angriff zum Torjäger. 15 Tore und zehn Vorlagen in 35 Pflichtspielen sprechen Bände. Mit seinem lebensfrohen, herzlichen Naturell auch in der Kabine eine absolute Bereicherung für das gesamte Team. Seit dem 1:1 nach 102 Minuten und 47 Sekunden in Ried hält er außerdem den Rekord des spätesten Bundesliga-Tores der Geschichte. 35 Einsätze, 15 Tore, 10 Assists

Sasa Kalajdzic: „Österreichische Weltklasse“ - der von Sasa Kalajdzic kreierte Ausdruck trifft definitiv auch auf ihn selbst zu. Spätestens nach der Wintervorbereitung und dem Erreichen des notwendigen Fitnesslevels offenbarte sich Woche für Woche die Genialität des ÖFB-Teamstürmers. Mit seinen Toren, seinen Vorlagen und seiner Präsenz am Platz war er im Titelrennen Gold wert. In sieben der letzten neun Pflichtspiele verzeichnete der Zwei-Meter-Mann mindestens eine Torbeteiligung, alleine beim Saisonfinale gegen die Austria hatte er bei allen drei Treffern seine Beine im Spiel - und schoss sich nicht nur in die Herzen der LASK-Fans, sondern auch zur WM. 27 Einsätze, 7 Tore, 11 Assists

Maximilian Entrup: Der Linzer Toptorschütze der Vorsaison stellte sich trotz starker Konkurrenz im Angriff immer in den Dienst der Mannschaft und versuchte, seine Teamkollegen anzutreiben und zu pushen. Belohnte sich zum Ende des Grunddurchganges gegen den WAC mit einem Treffer. 24 Einsätze, 1 Tor, 2 Assists

Sasa Kalajdzic erwies sich als echter Goldgriff und sorgte gleich für mehrere Geniestreiche. Auch seine Sturmpartner zeigten sich in bester Torlaune.

TRAINER

Didi Kühbauer: Er kam, sah und brachte den Erfolg zurück: Der 55-Jährige genießt mittlerweile Legendenstatus in Linz, sprengte mit seinem Siegeszug gleich mehrere Rekorde und führte die Mannschaft sensationell vom Tabellenkeller auf den obersten Thron. In seinen 27 Pflichtspielen legte der Burgenländer einen famosen Punkteschnitt von 2,33 hin - die beste Ausbeute eines LASK-Trainers mit mindestens zehn Partien an der Seitenlinie. Gemeinsam mit seinem Trainerteam formte er dank seiner Art der Menschenführung, seinem perfekten Mix aus Lockerheit und Konsequenz sowie seiner Expertise und seinem Sinn für Gemeinschaft eine verschworene Einheit, die wieder an sich glaubte. Auch innerhalb des Staffs betonte „Don Didi“ stets den Wir-Gedanken und vertraute auch auf die Meinung seiner Assistenten Manfred Nastl und Maximilian Ritscher, von Athletiktrainer Leopold Angerer, Torwarttrainer Philip Großalber, Reha-Trainer Ralf Neumann, Videoanalyst Mario Milanic sowie des medizinischen Stabs. 27 Spiele, 19 Siege, 6 Unentschieden, 2 Niederlagen, 58:30 Tore

Didi Kühbauer avancierte zum Meistermacher und Vater des Erfolges beim LASK.