GEPA 20260825 101 107 0095

26.8.2026

LASK vollbringt Wunder von Linz!

Dem LASK gelingt das Wunder von Linz! Im Play-off Rückspiel gewann man gegen Celtic Glasgow mit 5:1 nach Verlängerung (1:1, 4:1) und zog mit dem Gesamtscore von 5:4 zum ersten Mal in der Geschichte in die Ligaphase der Champions League ein.

Alles war angerichtet für einen großen Fußballabend, die Oberösterreich Arena ein Tollhaus. Es lag etwas in der Luft. Die erste Halbchance gehörte den Gästen aus Glasgow. An der flachen Hereingabe rutschten jedoch Linzer und Glasgower gleichermaßen vorbei (5.). Der LASK aktiver, nach zehn Minuten eine erste Gelegenheit für Horvath, der jedoch zu unplatziert schoss (10.). Drei Zeigerumdrehungen später dann die nächste Chance, Ljubicic‘ Schuss wurde geblockt, ebenso der Nachschuss von Andrade aus der Distanz (13.).

 

Danach ging es Schlag auf Schlag. Celtic im Konter, spielte die Überzahlsituation aber schlecht aus, Jungwirth hielt den zu unplatzierten Schuss (14.). Fünf Minuten später die Doppelchance für den LASK. Nach Ecke von Horvath war Mbuyamba am langen Pfosten einen Schritt zu spät (19.) Wenige Augenblicke später ein Stangenschuss der Athletiker (19.). Zwei Minuten später die Schotten, Celtic kam über links, drang in den Strafraum ein. Am 16er schoss McGregor, Mbuyamba fälschte unhaltbar ab (21.). Die Arena plötzlich still, ausgelöscht schien in diesem Moment die Chance auf den Einzug in die Ligaphase der Champions League. Doch der LASK gab sich nicht auf, Adeniran zunächst neben das Tor (29.). Drei Minuten später brachte Moses Usor die Hoffnung zurück. Nach einem Fehlpass der Celtic-Defensive direkt in seinen Fuß stand er allein vorm Keeper und schoss ein (32.). Ekstatischer Jubel brandete auf, war hier noch etwas drinnen? Die Linzer jetzt am Drücker, vor der Pause gelang aber kein weiteres Tor, mit 1:1 ging es in die Kabinen.

Das Wunder nimmt seinen Lauf

Nach der Pause war der LASK sofort präsent, Robert Ljubicic zündete eine Rakete, schoss aus 20 Metern rechts unten ein und brachte die Arena zum Beben (48.). Die Hoffnung war endgültig zurück, die Athletiker unaufhaltsam auf dem Vormarsch. Als nächstes kam Samuel Adeniran und sein linker Zauberfuß. Nach Vorarbeit von Horvath schlenzte er den Ball traumhaft links unten ins Eck, zum ersten Mal an diesem Abend hielt es niemanden mehr auf seinem Sitz (58.). Nun spielte nur noch der LASK, näherte sich mehr und mehr dem vierten Tor und damit dem unmöglich geglaubten Comeback an, Andrade (64.) und Tornich (68.) trafen das Tor nicht. Adeniran traf die Querlatte, von der der Ball vor die Linie sprang (70.). Danach viele Wechsel auf beiden Seiten, das Spiel flachte etwas ab. Doch der LASK mit einer Schlussoffensive, man warf alles nach vorne, wollte die Verlängerung erzwingen – und das gelang auch. Der eingewechselte Florian Flecker staubte per Kopf ab und ließ die Arena unter Jubelstürmen erzittern (90.). Das Comeback war geschafft, der Drei-Tore-Rückstand egalisiert. Die Verlängerung musste die Entscheidung bringen, beide Teams waren nach der emotionalen Achterbahnfahrt zunächst auf Vorsicht bedacht. In den zweiten 15 Extraminuten fasste sich der LASK nochmal ein Herz und wurde belohnt. Nachdem Schöpf gut gestört hatte, landete der Ball bei Danek, der auf Adeniran weiterleitete. Dieser nahm sich ein Herz und schoss den LASK aus 25 Metern ins Glück namens Champions League (109.). Auch ein gehaltener Elfer von Samuel Adeniran änderte daran nichts mehr (115.). Der LASK spielt zum ersten Mal in seiner Geschichte in der Ligaphase der Champions League!

Tore: Usor (32.), Ljubicic (48.), Adeniran (58., 109.), Flecker (90.)

Gelbe Karten: Usor, Tornich

So spielte der LASK: Jungwirth – Andrade, Tornich (98. Danek), Mbuyamba – Bello, Horvath (K) (98. Freckleton), Ljubicic (81. Schöpf), Bogarde, Jörgensen (86. Flecker/100. Dibango) – Usor (99. Lang), Adeniran

Was die Jungs heute abgeliefert haben, von Minute eins weg, war unglaublich. Nach dem Rückstand haben wir uns zurückgekämpft, und nach dem 2:1 hast du einen brutalen Ruck in der Mannschaft gespürt. Dann haben sie für mich outstanding gespielt – von der Physis, vom Willen und von der Mentalität her. Celtic war eigentlich nicht mehr vorhanden. Und auch in der Verlängerung habe ich gewusst, dass meine Truppe physisch besser ist. Sie haben das dann gezeigt und das Spiel verdient gewonnen. Ich bin einfach unglaublich stolz auf die Mannschaft.

Cheftrainer Didi Kühbauer

Galerie