
2.3.2026
Wie Phönix aus der Asche in die Meistergruppe
Wir schreiben den 5. Oktober 2025: Der LASK liegt mit nur sieben Punkten nach neun Runden auf dem vorletzten Tabellenplatz. Die Top sechs scheinen nach sechs Saisonniederlagen bereits außer Reichweite - doch dann kehrt Didi Kühbauer nach Linz zurück. In seinem Gepäck befindet sich ein eigentlich undenkbarer Erfolgslauf, der die Athletiker knapp fünf Monate später doch noch in die Meistergruppe der ADMIRAL Bundesliga katapultiert.
"Ich muss der Mannschaft ein unglaubliches Lob aussprechen, ich bin wirklich stolz auf sie. Dass wir in den vergangenen Monaten so viele Punkte gesammelt haben und es für die Meistergruppe reicht, ist einfach top", sagte der LASK-Coach nach dem 2:2 am Sonntagabend bei der Wiener Austria, mit dem die Athletiker endgültig das Ticket für die Top sechs gelöst hatten. Dank eindrucksvoller Serien: In elf von zwölf Ligapartien blieben die Linzer unter Kühbauer ungeschlagen, in der Rückrunde holten die Schwarz-Weißen die meisten Zähler aller Bundesligisten, der Punkteschnitt seit dem Trainerwechsel betrug 2,25 pro Spiel.
Das führt dazu, dass
die Athletiker bereits eine Runde vor dem Ende des Grunddurchganges für die
Meistergruppe planen dürfen. "Das war unser großes Ziel. Wenn wir uns
zurückerinnern, hätten nicht viele gedacht, dass wir das noch so souverän
schaffen. Wir sind sehr glücklich darüber", jubelte Torhüter Lukas
Jungwirth, der in einem Drittel der bisherigen Ligamatches seinen Kasten sauber
hielt. Insgesamt ist der LASK nun zum sechsten Mal in acht Jahren seit
Einführung der Punkteteilung im oberen Play-off vertreten. Öfter gelang das nur
RB Salzburg, dem SK Sturm (jeweils 8) sowie möglicherweise dem SK Rapid,
dem sich kommendes Wochenende die Chance auf die siebente Teilnahme bietet.

Die beiden Torschützen von Wien unter sich: Christoph Lang und Moses Usor
Lachendes und weinendes Auge
Während die Freude über die Meistergruppe überwog, ließ sich manch weinendes Auge über den verpassten Sieg bei der Austria nicht unter den Teppich kehren. Zum ersten Mal in der laufenden Saison gaben die Linzer nach einer Führung noch Punkte ab, nachdem man die zehn betroffenen Partien zuvor allesamt siegreich gestaltet hatte. "Die Leistung war in Ordnung, wir waren gut auf den Gegner eingestellt. Dennoch ist es bitter, zweimal den Ausgleich zu kassieren", sagte Keeper Jungwirth, der eine starke Leistung gezeigt hatte. Ebenso wie Moses Usor, der einmal mehr als Torschütze und Vorlagengeber in Erscheinung trat und damit bereits bei zwölf Scorerpunkten hält. Beachtlich indes auch zwei weitere Statistiken: George Bello lief zum 100. Mal in einem Pflichtspiel für die Athletiker auf, Christoph Lang erzielte in der laufenden Meisterschaft bereits sein viertes Jokertor - das bedeutet ex aequo mit Salzburgs Yorbe Vertessen Bestwert.

George Bello lief zum 100. Mal in einem Pflichtspiel für die Athletiker auf.
Nächstes Ziel am Mittwoch
Zwei Plätze werden in der Meistergruppe am letzten Spieltag noch vergeben, darüber muss sich der LASK vor dem abschließenden Duell in der Raiffeisen Arena am Sonntag (17:00 Uhr) gegen den Wolfsberger AC keine Gedanken mehr machen. Dessen ungeachtet strebt man gegen die Lavanttaler einen vollen Erfolg an - ein Sieg zum Abschluss würde die zweitbeste Ausbeute in den ersten 22 Runden in den vergangenen fünf Jahren bedeuten. Zuvor wartet allerdings ein weiteres großes Ziel auf die Schwarz-Weißen: Im zweiten OÖ-Derby binnen weniger Wochen soll am Mittwoch (20:30 Uhr, live ORF 1) auswärts gegen die SV Ried im ÖFB-Cup-Halbfinale das Ticket für Klagenfurt gelöst werden. "Ein sehr wichtiges Spiel. Es heißt angreifen und ins Finale einziehen", betonte Jungwirth.
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