
22.4.2026
Nach zwei Ausschlüssen: LASK holt Punkt in Graz
Auch mit zwei Spielern weniger am Feld war der LASK an jenem Mittwochabend nicht zu bezwingen: Wie schon das Duell vor drei Tagen in der Raiffeisen Arena endete das zweite Aufeinandertreffen in der Meistergruppe mit dem SK Sturm mit einem 1:1-Unentschieden. Die Linzer waren nach frühem Platzverweis gegen Joao Tornich (18.) durch Moses Usor in Führung gegangen (52.), nach einem weiteren Ausschluss gegen Samuel Adeniran (67.) gelang Otari Kiteishvili per Elfmeter in Minute 78 noch der Ausgleich.
Drei Tage nach dem ersten Aufeinandertreffen in der Meistergruppe nominierte LASK-Trainer Didi Kühbauer auch für das Rückspiel dieselbe Startelf. Und sah mit an, wie seine Mannschaft in der Anfangsphase wie schon im Hinspiel das gefährlichere Team war und drei gute Einschussgelegenheiten vorfand: Zweimal wurde Samuel Adeniran von seinen Kollegen in Szene gesetzt, zuerst verfehlte er das Tor knapp (12.), zwei Minuten später fischte Daniil Khudakov den Ball noch aus dem langen Eck. Wiederum nur drei Minuten darauf verlängerte Sasa Kalajdzic auf Kasper Jörgensen, dessen Kopfball in den Armen des Sturm-Goalies Unterschlupf fand.
Auf den vielversprechenden Beginn folgte, ebenfalls ähnlich zum letzten Duell, ein früher Dämpfer: Die ersten beiden Fouls von Innenverteidiger Joao Tornich wertete Schiedsrichter Arnes Talic bereits als gelbwürdig und schickte den Brasilianer nach nur 18 Minuten vorzeitig vom Feld. Eine Entscheidung, die den Charakter der Partie freilich maßgeblich beeinflusste. Der LASK stellte für den Rest der ersten Hälfte auf Viererkette um und verteidigte fortan im 4-4-1 im tieferen Block. Die Hausherren kamen vor der Pause auf einen nennenswerten Abschluss, Otari Kiteishvili platzierte das Leder an der Stange (41.).
Führungstreffer in Unterzahl
Die Halbzeit nutzte Trainer Kühbauer, um einen Wechsel vorzunehmen und wieder auf die bewährte Dreierkette umzustellen, Abwehrspieler Xavier Mbuyamba ersetzte Angreifer Sasa Kalajdzic. Die ersten Offensivaktionen gehörten abermals dem LASK: Moses Usor scheiterte nach Adeniran-Vorarbeit aus kurzer Distanz an Khudakov (46.), sechs Minuten später war der Sturm-Keeper dann machtlos: Sascha Horvath entwischte in einem schnellen Konter seinem Gegenspieler und bewies mit seinem Zuspiel auf den mitgelaufenen Usor perfekte Übersicht. Der Nigerianer fackelte nicht lange und hämmerte das Spielgerät mit seinem linken Fuß ins Eck – 1:0 für den LASK (52.)!
Die Linzer in dieser Phase gut im Spiel, ließen wenig zu und verteidigten die Angriffe der Grazer leidenschaftlich weg. Bis in 67. Minute ein weiterer Rückschlag Einzug halten sollte. Der ebenfalls bereits verwarnte Adeniran sah für zu hartes Einsteigen die zweite Gelbe Karte und musste Teamkollege Tornich in die Katakomben folgen – der LASK von nun an mit zwei Spielern weniger am Feld. Ein Elfmeter nach VAR-Intervention führte schließlich zum Ausgleich für die Grazer, nachdem Ismaila Coulibaly im Sechzehner zu spät gekommen war. Die nächste Parallele zum Hinspiel: Kiteishvili verwandelte diesen sicher (78.). Was folgte, war ein heroischer Kampf der Athletiker, die sich in eindrucksvoller Manier in der Sturm-und-Drang-Periode im Finish gegen einen weiteren Gegentreffer stemmten – mit Erfolg. Nach 96 Minuten war das zweite 1:1 binnen weniger Tage zwischen dem SK Sturm und dem LASK amtlich.
SK Sturm Graz – LASK 1:1 (0:0)
Merkur Arena, 15.187, SR Arnes Talic
Tore: 0:1 Usor (52.), 1:1 Kiteishvili (78./E.)
Gelbe Karten: Vallci, Mitchell; Adeniran, Cisse
Gelb-Rot: Tornich (18.), Adeniran (67.)
Aufstellung LASK: Jungwirth – Cisse, Tornich, Andrade – Coulibaly (88. Kacavenda) – Jörgensen, Horvath (K/93. Kebe), Usor (72. Bello), Bogarde – Kalajdzic (46. Mbuyamba), Adeniran
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Es war heute ein sehr emotionales Spiel. Bei den durchaus berechtigten Ausschlüssen haben wir uns nicht geschickt angestellt. Wir waren auch nach der ersten Gelb-Roten Karte gut im Spiel, haben dann das Tor gemacht. Selbst mit zwei Spielern weniger haben wir kaum etwas zugelassen, durch den Elfmeter hat Sturm das Unentschieden geholt. Ich muss meiner Mannschaft gratulieren, dass sie lange Zeit so gut verteidigt hat, wobei ich schon der Meinung bin, dass wir das Spiel zu elft für uns entschieden hätten.
Didi Kühbauer, Cheftrainer
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