
1.5.2026
Historisch! LASK vergoldet die Saison
Klagenfurt im Ausnahmezustand! Nach 61 Jahren Wartezeit schrieb der LASK am 1. Mai 2026 im Wörthersee Stadion schwarz-weiße Fußballgeschichte. Trotz zweimaligen Rückstandes kämpften sich die Athletiker im UNIQA ÖFB-Cup-Finale gegen den SCR Altach in die Verlängerung und behielten am Ende mit 4:2 die Oberhand. Ein historischer Moment, in dem die Freudentränen flossen.
Für die Mission erster Titelgewinn seit 1965 baute Cheftrainer Didi Kühbauer zu Beginn unter anderem wieder auf die zuletzt gesperrten Joao Tornich und Samuel Adeniran. Die erste Möglichkeit gehörte den Linzern, Kasper Jörgensen kam aus halbrechter Position zum Abschluss, Torhüter Dejan Stojanovic bestand die erste Prüfung (2.). Dann der Schock: Langer Einwurf der Altacher in die Box des LASK, der zweite Ball landete vor den Füßen von Patrick Greil, der ungehindert abschließen durfte – 0:1, die frühe kalte Dusche für die Athletiker. Diese zeigten sich davon jedoch wenig beeindruckt und egalisierten den Spielstand nur sechs Minuten später nach einer Traumkombination über links: Adeniran leitete auf Sascha Horvath weiter, dessen Hereingabe mit links verwertete Moses Usor perfekt mit dem ersten Kontakt – 1:1, die Südtribüne bebte ein erstes Mal!
So richtig in Schwung kamen die Linzer in der Folge jedoch nicht, sondern machten zum Teil einen etwas nervösen Eindruck, während die Altacher vor allem im Umschaltspiel gefährlich waren. Trotzdem drehte Adeniran in Minute 21 schon zum Jubeln ab – doch der Treffer zählte berechtigterweise wegen einer Abseitsposition von Keba Cisse nicht. Während Adeniran und Sasa Kalajdzic zwei gute Möglichkeiten vorfanden (27.), fiel das Tor wieder auf der anderen Seite. Greil legte ab für Vesel Demaku, der das Leder aus etwas mehr als 16 Metern perfekt in den Winkel bugsierte und für den neuerlichen Rückstand des LASK sorgte (30.). Mit diesem sollten die Athletiker auch in die Pause gehen, bereits in der Nachspielzeit fischte Lukas Jungwirth noch einen Greil-Schlenzer aus dem Eck.
Der LASK schreibt Geschichte
Mit einer Doppelchance meldete sich der LASK zurück aus der Pause: Stojanovic parierte einen Jörgensen-Versuch, den Abpraller brachte Kalajdzic nicht am Altach-Keeper vorbei (49.). Danach rannten die Linzer weiter an, versuchten es aber phasenweise zu sehr mit der Brechstange, was zunächst nicht den gewünschten Erfolg brachte. Anders ein langer Ball Richtung Kalajdzic in Minute 66: Der Angreifer verlängerte Richtung Sturmpartner Adeniran, der das Leder sehenswert per Direktabnahme ins Netz beförderte – 2:2, der LASK war wieder im Spiel!
Das Match bewegte sich danach stets auf des Messers Schneide. Im Finish kamen die Linzer dann einem möglichen Lucky Punch näher, Adeniran (87.), Horvath (88.) und Danek (93.) vergaben. Ersterer köpfelte eine Flanke ins Tor, doch zum zweiten Mal machte ihm eine Abseitsposition einen Strich durch die Rechnung, diesmal war er selbst hauchdünn vorne gewesen. Doch auch das warf die Schwarz-Weißen aus Linz nicht aus der Bahn – was dann in der Verlängerung passierte, sollte in die Geschichte eingehen. 101. Spielminute: Flanke Jörgensen, aus dem Rückraum kam Bello angestürmt und drückte das Spielgerät mit seinem rechten Fuß ins Netz! Der LASK erstmals an diesem Nachmittag in Führung und die Mannschaft von Didi Kühbauer legte nach: Perfekter Ball von Kalajdzic auf Adeniran, der rannte seinen Bewachern davon und erhöhte auf 4:2! Jetzt flippte die Südtribüne endgültig aus, es gab kein Halten mehr. Dass er sich damit auch zum Cup-Torschützen krönte, war am Ende zweitrangig. Denn als Schiedsrichter Julian Weinberger um 18:42 Uhr die Partie beendete, herrschte in Klagenfurt nur noch völlige Ekstase!
LASK – SCR Altach 4:2 n.V. (2:2, 2:2, 1:2)
Wörthersee Stadion, Klagenfurt, 22.000, SR Julian Weinberger
Tore: 0:1 Greil (5.), 1:1 Usor (11.), 1:2 Demaku (30.), 2:2 Adeniran (66.), 3:2 Bello (101.), 4:2 Adeniran (103.)
Gelbe Karten: Tornich, Bogarde; Demaku, Hrstic, Jäger, Zech
Rote Karte: Mustapha (108.)
Aufstellung LASK: Jungwirth – Cisse, Tornich (91. Mbuyamba), Andrade – Jörgensen (113. Flecker), Bogarde, Horvath (K/113. Coulibaly), Bello – Usor (82. Danek) – Kalajdzic (113. Lang), Adeniran

„
Dieses Gefühl kann man nicht beschreiben, es gibt nichts Schöneres. Es ist eine unglaubliche Geschichte, wenn man nach so langer Zeit wieder einen Titel gewinnt und das nach dieser Dramaturgie des Spiels, in dem wir zweimal nach einem Rückstand zurückgekommen sind. Dieser Titel ist auch für unsere Fans, die immer hinter uns gestanden sind. Im Spiel selbst haben wir schon den Druck gespürt. Der Sieg war schlussendlich verdient, aber – so wie wir es davor erwartet hatten – ein sehr hart erkämpfter.
Didi Kühbauer, Cheftrainer
Galerie







Mehr News
Alle news
