
29.4.2026
LASK greift am Wörthersee nach den Sternen
61 Jahre nach dem bislang einzigen Titelgewinn im ÖFB-Cup greift der LASK wieder nach den Sternen. Im Endspiel am Freitagnachmittag (16:00 Uhr, live ORF 1) im Klagenfurter Wörthersee Stadion gegen den SCR Altach haben die Athletiker am österreichischen Staatsfeiertag die Möglichkeit, schwarz-weiße Fußballgeschichte zu schreiben.
Mehr als 100 Busse begleiten die Mannschaft in die Kärntner Landeshauptstadt, insgesamt werden rund 15.000 LASK-Fans vor Ort erwartet. „Die Stimmung ist bei uns allen sehr positiv, vor allem nach den Resultaten der letzten Wochen. Jeder ist heiß aufs Finale“, sagte Angreifer Sasa Kalajdzic, der zuletzt in Hartberg doppelt getroffen hatte und sich mit fünf Toren bester Schütze der Bundesliga-Meistergruppe nennen darf. Die Bedeutung der Partie war dieser Tage in der gesamten Stadt spürbar, wie Kapitän Sascha Horvath bestätigte: „Die Vorfreude ist extrem, überall waren die Plakate von unseren Fans aufgehängt. Natürlich ist es sehr schön, so etwas zu sehen, aber wir wissen auch, dass wir unsere Qualitäten auf den Platz bringen müssen.“
Seit fünf Partien sind die Linzer ungeschlagen, seit Sonntag führt der LASK die Tabelle sogar an. Für das Cup-Finale spielen diese Faktoren jedoch nur eine untergeordnete Rolle, vor den Vorarlbergern zeigten sich die LASK-Akteure entsprechend gewarnt: „Wir werden die Altacher auf keinen Fall unterschätzen. Sie haben Salzburg und Sturm geschlagen, das ist aller Ehren wert. Nichtsdestotrotz wollen wir das Ding für uns entscheiden und unseren Fans eine Freude bereiten“, betonte Kalajdzic.
13 Treffer hat der LASK auf dem Weg Richtung Klagenfurt erzielt, vier davon beim 4:0-Auftakterfolg über den Wiener Sport-Club. Es folgten zwei 2:0-Siege über den SV Horn und den SV Stripfing, ehe man sich mit den Derby-Krimis gegen Blau-Weiß Linz (3:2) sowie die SV Ried (2:1 n.V.) das Finalticket sicherte. Die Altacher schalteten nach dem SC Hirschwang (4:1) und SV Donau (3:1) Zweitligist Kapfenberg mit 3:1 nach Verlängerung aus. Im Frühjahr setzte man sich mit demselben Ergebnis zuhause gegen den SK Sturm sowie mit 1:0 in Salzburg durch.
Siebente Finalteilnahme
Für den LASK ist es die siebente Endspielteilnahme der Geschichte, zuletzt war man im Jahr 2021 beim 0:3 gegen RB Salzburg im Finale gestanden. Der einzige Titel in der Saison 1964/65 führte die Athletiker nach Erfolgen über den SV Stickstoff Linz, Austria Klagenfurt, den SK Sturm Graz und Admira Wien ins Duell mit Wiener Neustadt. Nach einem 1:0-Auswärtserfolg im Hinspiel durch einen späten Treffer von Chico (89.) genügte den Schwarz-Weißen im Retourmatch am 26. Juni vor 8.000 Fans am heimischen LASK-Platz ein 1:1-Unentschieden, um den Siegerpokal in die Höhe zu stemmen. Der Gegner aus Altach ist zum ersten Mal im Finale vertreten, davor waren drei Viertelfinalteilnahmen in den Jahren 2006, 2014 und 2024 zu Buche gestanden.
Im ÖFB-Cup kommt es am Freitag erst zum dritten Aufeinandertreffen der beiden schwarz-weißen Klubs. Die Achtelfinal-Duelle in den Jahren 2018 und 2019 gingen mit 3:0 und 3:1 jeweils an die Oberösterreicher. Heuer konnte sich in der Liga jeweils das Heimteam mit 1:0 durchsetzen. Klagenfurt erwies sich für den LASK meist als guter Boden, in den jüngsten zwölf Pflichtspielen blieb man dort jeweils ungeschlagen: Siebenmal (bei fünf Siegen) in der Meisterschaft gegen Austria Klagenfurt und weitere fünf (Heim)-Matches in der UEFA Conference League im Herbst 2021.
UNIQA ÖFB Cup, Finale
Fr, 01.05.2026, 16:00 Uhr (live ORF 1)
LASK – SCR Altach
Wörthersee Stadion, Klagenfurt, SR Julian Weinberger
„
Der Cupsieg wäre etwas ganz Großes, wir wollen den Titel unbedingt erringen. Dafür werden wir aber eine unglaublich gute Leistung benötigen. Die Altacher stehen im Finale, weil sie es in den Spielen davor sehr gut gemacht haben, deshalb sind wir gewarnt. Wir nehmen die Favoritenrolle zwar an, diese hat jedoch nichts zu bedeuten, das Spiel wird ein hartes Stück Arbeit. Wichtig wird sein, klar im Kopf zu bleiben, gute Lösungen zu finden und im Moment voll da zu sein.
Didi Kühbauer, Cheftrainer
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